🦷 Leistungsbeschreibungen 2026
Mehr Sicherheit. Weniger Diskussion. Endlich Klarheit im Praxisalltag.
👋 Willkommen im echten Praxisleben
Behandlung läuft.
Das Telefon klingelt.
Eine Kollegin fragt: „Dürfen wir das so abrechnen?“
Und irgendwo meldet sich dieses Bauchgefühl:
👉 „Hoffentlich ist das korrekt…“ 😅
Genau hier setzen die Leistungsbeschreibungen 2026 an.
Sie bringen endlich mehr Klarheit in typische Graubereiche – und helfen euch, sicherer, entspannter und strukturierter zu arbeiten.
Denn Klarheit bedeutet:
✨ weniger Rückfragen
✨ weniger Diskussionen
✨ mehr Sicherheit im Team
🧾 Was ändert sich konkret ab 2026?
Drei Bereiche solltet ihr unbedingt kennen:
🔍 1️⃣ BEMA-Nr. 8 – Probentrepanation
Wann ist sie abrechenbar?
Wenn thermische oder elektrische Sensibilitätstests kein eindeutiges Ergebnis liefern, darf eine Probentrepanation durchgeführt werden.
Was passiert dabei?
- Präparation einer kleinen Testkavität bis ins Dentin
- bewusst ohne Anästhesie
- Reaktion des Patienten entscheidet:
😖 Schmerz → Zahn vermutlich vital
😌 kein Schmerz → Hinweis auf devitalen Zahn
👉 Wichtig:
Diese Leistung ist rein diagnostisch und ersetzt keine Therapie.
💡 Praxis-Tipp
Die häufigste Fehlerquelle ist die Dokumentation.
Unbedingt festhalten:
- durchgeführte Sensibilitätsprüfung
- uneindeutiges Ergebnis
- Reaktion des Patienten
👉 Je sauberer dokumentiert, desto sicherer die Abrechnung.
🦷 2️⃣ BEMA-Nr. 34 – Teilaufbereitung richtig verstehen
Hier wird im Alltag besonders oft falsch abgerechnet.
Was ist neu klar geregelt?
👉 Die BEMA 34 ist nur abrechenbar, wenn tatsächlich eine instrumentelle Teilaufbereitung im Wurzelkanalerfolgt ist.
Was reicht NICHT aus?
❌ reine Trepanation eines pulpatoten Zahnes (BEMA 31)
Was ist erforderlich?
✅ aktive instrumentelle Arbeit im Wurzelkanal
👉 Und ganz wichtig:
Die vollständige Aufbereitung (BEMA 32) darf erst berechnet werden, wenn sie wirklich komplett durchgeführt wurde.
💡 Praxis-Tipp
Wenn die Behandlung unterbrochen werden muss (z. B. Schmerzen, Zeitdruck):
👉 sauber dokumentieren, warum nur teilweise aufbereitet wurde.
Das schützt euch vor:
- Rückfragen der KZV
- Wirtschaftlichkeitsprüfungen
- internen Unsicherheiten
😁 3️⃣ Retainer-Management – klare Abgrenzung
Ein Klassiker an der Rezeption:
👉 „Ist das Kasse oder privat?“
🦷 Innerhalb einer GKV-KFO-Behandlung
Ein Retainer ist nur dann Kassenleistung, wenn:
- er innerhalb der vorgesehenen Retentionszeit eingesetzt wird
- die Behandlung unter KIG E3 oder E4 erfolgte
👉 Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt → keine GKV-Leistung.
💼 Außerhalb der KFO-Behandlung
Wird ein Retainer:
- unabhängig von einer GKV-KFO eingesetzt
- oder im Rahmen einer privaten Behandlung
👉 erfolgt die Abrechnung privat nach GOZ.
💡 Praxis-Tipp
👉 Klärt die Kosten vor Behandlungsbeginn.
Das verhindert:
- Diskussionen
- Missverständnisse
- unangenehme Situationen an der Anmeldung
🚧 Typische Fehler – und wie ihr sie vermeidet
❌ fehlende oder unklare Dokumentation
❌ falsche Abgrenzung zwischen BEMA-Leistungen
❌ Retainer automatisch als Kassenleistung ansehen
❌ unvollständige Aufklärung des Patienten
✅ So bringt ihr Sicherheit in eure Abläufe
- klare interne Absprachen im Team
- feste Dokumentationsstandards
- regelmäßige Schulung zu Abrechnungsthemen
- offene Kommunikation mit Patienten
👉 Struktur spart euch täglich Zeit und Nerven.
🔎 Praxis-Quick-Guide
Probentrepanation abrechenbar?
➡️ Ja – bei uneindeutigem Sensibilitätstest + Dokumentation
BEMA 34 ohne Instrumentierung?
➡️ Nein
Retainer immer Kassenleistung?
➡️ Nein – nur innerhalb Retentionszeit & bei KIG E3/E4
🌟 Warum diese Klarstellungen so wichtig sind
Neue Regelungen wirken oft erstmal wie zusätzliche Hürden.
In Wahrheit bringen sie euch:
✔ mehr Rechtssicherheit
✔ klare Abgrenzungen
✔ weniger Interpretationsspielraum
✔ bessere Teamkommunikation
👉 Und damit vor allem: weniger Stress im Alltag
💙 Fazit
Die Leistungsbeschreibungen 2026 sind kein Hindernis – sie sind ein Werkzeug.
Wenn ihr sie versteht und bewusst anwendet, passiert etwas Entscheidendes:
👉 Unsicherheit wird zu Routine
👉 Diskussionen werden zu klaren Entscheidungen
👉 Abrechnung wird planbar
Und genau das macht euren Praxisalltag leichter.
Bleibt neugierig, stellt Fragen und tauscht euch im Team aus –
denn gut informierte Praxisteams arbeiten souverän.
Und das spüren auch eure Patienten jeden Tag 🦷✨
